KI darf Struktur geben, Beispiele zeigen, Sprache glätten und Ideen sortieren. Sie darf jedoch nicht die eigene Analyse, Datenauswertung oder Argumentation ersetzen. Definieren Sie Aufgaben, die Verständnis erfordern, wie erklärtes Vorgehen, Zwischenreflexionen und Begründungen. So bleibt sichtbar, was Sie selbst leisten. Machen Sie deutlich, welche Teilschritte zulässig unterstützt werden und wo eigenständige Arbeit unverhandelbar ist. Diese Klarheit schützt Fairness, fördert Können und verhindert unabsichtliche Grenzverletzungen.
Halten Sie fest, wann, wozu und mit welchen Eingaben ein KI‑Assistent genutzt wurde. Fügen Sie bei Bedarf einen Anhang mit Auszügen, Prompt‑Skizzen oder Stichwortprotokollen hinzu, ohne sensible Daten zu teilen. Formulieren Sie eine kurze Offenlegung direkt im Dokument, die Beitrag und Umfang beschreibt. Diese Einblicke fördern Nachvollziehbarkeit, ermöglichen konstruktives Feedback und zeigen Verantwortungsbewusstsein. Transparenz ist keine Schwäche, sondern eine Einladung, Lernwege gemeinsam zu prüfen, zu verbessern und bewusst zu gestalten.
Prüfen Sie Vorgaben Ihrer Einrichtung zu Originalität, Hilfsmitteln, Zitierweisen und Datennutzung. Suchen Sie das Gespräch mit Lehrenden, wenn Unklarheiten bleiben, und schlagen Sie präzise, praxisnahe Ergänzungen vor. Unterschiedliche Fächer benötigen unterschiedliche Leitplanken, doch Grundprinzipien wie Eigenleistung, Quellenkritik und Datenschutz verbinden. Wer Richtlinien kennt, vermeidet Konflikte, plant effizienter und gewinnt Vertrauen. Teilen Sie Beispiele gelungener Praxis in Seminaren und Foren, damit Regeln lebendig bleiben und sich sinnvoll weiterentwickeln können.